Land Hessen übernimmt Vorreiterrolle und fördert Sozialunternehmertum

Das Land Hessen startet zusammen mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. die erste landesweite Förderung von sozialen Gründer*innen. Für die Region Kassel ist die Universität Kassel der Projektpartner.

Klimaschutz, demografischer Wandel, Digitalisierung - die Welt steht vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Sozialunternehmen seit einiger Zeit deutlich an Relevanz. Statt Gewinnsteigerung um jeden Preis, stehen für Social Entrepreneurs die Lösung drängender sozialer und ökologischer Probleme im Fokus. Gerade das Coronavirus sowie der Klimawandel haben den Trend hin zu Gründungen in diesem Bereich noch einmal beschleunigt, entgegen dem allgemeinen Trend einer rückläufigen Gründungsquote.

Das Potential von Sozialunternehmen hat auch das Land Hessen erkannt. Nach einer Initiative der Landtagsabgeordneten Kaja Kinkel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hat das Land Hessen als erstes Bundesland ein auf Sozialunternehmer*innen zugeschnittenes Förderprogramm entwickelt. Mit an der Erstellung beteiligt, ist das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. (SEND). SEND wurde 2017 mit der Zielsetzung gegründet, Social Entrepreneurs bessere Rahmenbedingungen in Deutschland zu verschaffen.

“Mit diesem Förderprogramm haben wir die Möglichkeit, soziale Innovationen bei uns in Hessen zu identifizieren und zu fördern”, so Kaja Kinkel. “Social Entrepreneurs suchen unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Probleme – und haben dadurch spezifische Bedarfe während Ihrer Gründung. Durch die Förderung können wir hier gezielt unterstützen”, ergänzt Birgit Heilig, Vorständin bei SEND.

Das Programm, welches zunächst bis Jahresende befristet ist, unterstützt Personen, die ein Sozialunternehmen in Hessen gründen möchten oder dies vor kurzem getan haben. Geografisch wird das Land unter verschiedenen Projektpartnern aufgeteilt, die dann mit Regionalscouts lokale Sozialunternehmer*innen identifizieren und in das Projekt überführen.

Für den Raum Kassel ist die Universität Kassel zuständig und wird somit zum neuen Hotspot für sozial/nachhaltige Gründungen.

“Je nach Bedürfnis der Gründer_innen können wir mit Fachberatung in den unterschiedlichsten Bereichen, einer starken Online-Community und gezielten Workshops unterstützen“ erläutert Gabriele Hennemuth vom UniKasselTransfer Inkubator, der Gründungsberatung der Universität Kassel. Als Regionalscout konnte Frau Annette Fauvel aus der Kunsthochschule Kassel gewonnen werden, die das Beratungsteam zukünftig unterstützen wird.

 „Damit haben wir neben dem diesjährigen UNIKAT-Sonderpreis „Social Entrepreneurship“ ein tolles, weiteres Angebot für die steigende Anzahl sozial engagierter Projektideen“ freut sich Jörg Froharth, Leiter des UniKasselTransfer Inkubators.

Neben UNIKAT-mehr unternehmen an der Universität Kassel sind noch HIGHEST der TU Darmstadt, Social Impact Lab Frankfurt, heimathafen Wiesbaden, MAFEX der Philipps Universität Marburg und das TIG als regionale Partner mit an Bord.

Auf der mittelhessischen Plattform social-startups.de gibt es Informationen über viele soziale Gründer*innen und Startups. Auch Projekte aus dem Sozialinnovator Hessen werden dort künftig zu finden sein.

Mehr Informationen zum Programm erhalten sozial und ökologisch nachhaltig Gründende hier: bit.ly/Sozialinnovator-Hessen


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