Katja Ewert-Schenk: Schutzrechte sind eine gigantische Wissensquelle

Die Diplom Physikerin bietet Dienstleistungen rund um Patentrecherche an. Ihren Sitz hat die erfahrene Recherchespezialistin im Science Park.

Foto: Ewert-Schenk, Text: Gabriele Hennemuth

Schutzrechte sind eine gigantische Wissensquelle, die jeder kostenfrei nutzen kann. Hier ist umfassendes technischen Wissen abgelegt, aber nur ein kleiner Bruchteil der angemeldeten Schutzrechte ist aktuell noch in Kraft, erklärt Dipl.-Physikerin Katja Ewert-Schenk. Es empfiehlt sich deshalb, vorab zu prüfen, welche frei verfügbaren technischen Lösungen es schon gibt, wenn man als Wissenschaftlerin oder Forscher Produkte oder Verfahren entwickelt.

Im Dezember 2021 hat sich Katja Ewert-Schenk mit Dienstleistungen rund um Patentrecherche selbstständig gemacht und ein Büro im Science Park bezogen.

Nach ihrem Abschluss als Diplom Physikerin im Jahr 1996 an der Universität Kassel arbeitete Katja Ewert-Schenk fünf Jahre für einen Dienstleister in München, der im Auftrag von Patentanwaltskanzleien und Unternehmen Patentrecherchen durchführte. Ihre Aufgabe war es, die Neuheit von Ideen vor der Patentanmeldung zu prüfen und bestehende Schutzrechte aufzuspüren. Neben großen Unternehmen ließen auch Kanzleien Einspruchsrecherchen durchführen. Danach lernte Katja Ewert-Schenk in der Patentabteilung von SMA auf Unternehmensseite weitere Facetten des Patentwesens kennen, was vom Formulieren von Patentanmeldungen, der Beantwortung von Prüfbescheiden bis zur Vorbereitung von Einspruchsschriftssätzen reicht.

Die erfahrene Recherchespezialistin begann, nebenberuflich kleine Rechercheaufträge anzunehmen und merkte im Gespräch mit Kanzleien und Unternehmen, dass Bedarf für ihre Dienstleistung besteht. Nach der Zusage einer großen Kanzlei für eine Zusammenarbeit entschloss sich die umtriebige Physikerin, ihre Freiberuflichkeit weiter auszubauen und sich mit ihrem eigenen Büro selbständig zu machen: Sie recherchiert für Patentanwaltskanzleien und unterstützt bestehende Patentabteilungen in Unternehmen.

Einer ihrer Kunden im Science Park ist das Energie-Startup „Power & Energy“. Die Gründer forschen an Batterie-Lösungen, die große Wechselrichter ersetzen können. Dazu nutzt das Startup die Recherchekompetenz der fachkundigen Patentmanagerin.

Katja Ewert-Schenk plädiert dafür, Schutzrechts-Know-How als Teil des wissenschaftlichen Arbeitens zu begreifen: Forschende sollten den Stand der Technik recherchieren können. Es geht nicht nur darum, zu erfahren, ob eigene Forschung schutzrechtsfähig ist, sondern auch darum, das Wissen aus Schutzrechten zu nutzen, um heutige Herausforderungen zu lösen.

Für die Gründerin, die selbst schon seit vielen Jahren papierlos arbeitet, ist das Deutsche Patentamt ein Vorreiter in digitaler Aktenführung. Die Schutzrechtsanmeldungen sind digital erfasst und öffentlich frei zugänglich. Jeder und jede kann nach Erfindungen suchen, mit dem Wissen um die Patentklassifizierungen kann man die Trennschärfe erhöhen, hier kann Katja Ewert-Schenk -auch Startups im SPK- unterstützen. Die Herausforderung ist dann, in der Vielfalt der Ergebnisse die relevanten herauszufiltern. Hier bietet Katja Ewert-Schenk Hilfestellung und unterstützt neben Kanzleien auch Unternehmen, die z.B. wenig Kapazität für Patentrecherche haben.

Auch für Startups aus dem SPK kann Katja Ewert-Schenk bei Fragen rund um den Schutz des Geistigen Eigentums oder bei der Suche nach frei verfügbaren Lösungen in der Patentliteratur mit Tipps und Tricks zu Seite stehen und den Zugang zu diesem Thema erleichtern.

Kontakt:
www.ewertschenk.de
mailto: info@ewertschenk.de
SPK, Raum 0029
Tel. +49 561 82793 710

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