Im Interview: Dr. Philipp Rittershaus, Investmentmanager beim High-Tech Gründerfonds

Auf dem Gründerblog der Uni Kassel erzählt Dr. Philipp Rittershaus, was die Änderungen beim neuen Fonds HTGF III für Startups bedeuten und zu welchem Zeitpunkt interessierte Teams Kontakt aufnehmen sollten.

Herr Dr. Rittershaus, viele Teams machen sich erst spät auf die Suche nach einer Finanzierung. Wann sollten Teams Kontakt zu Ihnen aufnehmen und was spricht dafür, früh den Kontakt zu suchen?
Wir bieten im Rahmen von Beratertagen auch frühen Projekten die Möglichkeit eines Sparrings und veranstalten PitchDays. Da können sich die Teams schon einmal ein Feedback aus Investorensicht einholen und erste Kontakte knüpfen. Generell ist zu früh besser als zu spät. Die Teams sollten berücksichtigen, dass die Vorbereitung einer Finanzierungsrunde gerne 6-9 Monate dauert.
Auf jeden Fall sollte schon etwas vorgezeigt werden können. Ein technologischer Proof of Principle oder erste Markttraktion. Ein Konzept ist noch zu früh.

Mit dem neuen Fonds HTGF III wurden zusätzliche Mittel von Industriepartnern eingesammelt. Was bedeutet das für die Startups?
Für die Startups bedeuten die angepassten Finanzierungskonditionen zum Einen mehr Kapital und eine höhere Flexibilität. Jetzt können in der ersten Runde bis zu 1 Mio. EUR bereitgestellt werden. Pro Investment werden jetzt bis zu 3 Mio. EUR reserviert. Zudem können wir alleine oder mit Co-Investoren im klassischen Equity Modell investieren oder mit einem Wandeldarlehens unter Ausgabe von Anteilen. Beide Modelle haben ihre Vorteile und sind variabel. Das Finanzierungsmodell richtet sich somit nach dem Bedarf des Unternehmens.

Was ist der größte Mehrwert, den die Startups von Ihnen erwarten können?

Zusätzlich zu unserer Erstfinanzierung bieten wir eine aktive Begleitung als Gesellschafter über den gesamten Zeitraum unserer Beteiligung.
Wir schöpfen aus der Erfahrung von knapp 500 Seedinvestments, mehr als 1200 Folgefinanzierungsrunden und bislang 90 Exits. Das bedeutet natürlich auch ein großes Netzwerk in die Industrie und zu Investoren, die für unsere Teams auf den HTGF-Events greifbar sind. Zudem unterstützen wir mit Workshops, bei Teamergänzungen und allen fachlichen Fragen.

Das Interview ist ein Auszug aus einem Beitrag auf dem Gründerblog der Universität Kassel. Das vollständige Interview finden Sie hier.

Es soll nicht heißen, man hätte Sie nicht informiert.

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