enercast bereitet im German Accelerator den US-Markteintritt vor

Thomas Landgraf: "Seid vorbereitet - expect the unexpected!"

Seit April ist enercast auch im German Accelerator im Silicon Valley vertreten. Gründer und CEO Thomas Landgraf erzählt, warum sie ins Silicon Valley gehen und gibt Tipps für die Bewerbung:

 

Hier ein Auszug aus dem Gespräch. Den vollständigen Blogbeitrag gibt es auf dem Gründerblog der Uni Kassel.

Viel pitchen, denn den Moment, an dem man den wichtigsten Pitch seines Lebens hat, erkennt man ja vorher nicht.
Nach der Online-Bewerbung wurde ungefähr die Hälfte der Bewerber zu einem 6-minütigen Pitch auf Englisch eingeladen. Den Pitch solltet Ihr auf jeden Fall ein paarmal üben. Wir haben zu zweit präsentiert, Philipp, unser Vertriebsgeschäftsführer und ich. Ich habe unseren Pitch vorher bestimmt schon 100mal auf Deutsch gehalten und vielleicht fünfmal auf Englisch. Normalerweise bin ich vor einen Pitch zwar aufgeregt, aber nach dem ersten Spruch werde ich locker und komme in den Flow. Auf Englisch klappt das bei mir nicht. Ich gehe angespannter durch das Thema. Auf Englisch zu pitchen, muss gut vorbereitet sein – nur weil ich Englisch kann und pitchen kann, heißt das nicht, dass ich auf Englisch pitchen kann. Das muss man üben.

Auf was solltet Ihr vorbereitet sein? – expect the unexpected!
Pitchen ist immer wackelig – da solltet Ihr immer auf die dümmsten Fragen und die schlausten Sprüche vorbereitet sein
Der ganze Bewerbungsprozess beim German Accelerator ist sehr strukturiert – bis auf den Pitch. Bei allem anderen kann man das Team vom Accelerator fragen, aber beim Pitchen muss man immer auf alles vorbereitet sein, deshalb finde ich den Pitch wackelig. Und man sollte Englisch sprechen können. Ich habe ein Semester in den USA studiert und Philipp hat ein Dreivierteljahr in den USA gearbeitet, das hat uns sicher geholfen.

Mit Spielfilm-Englisch kann man keine komplexen Sachverhalte rüberbringen

Zur Vorbereitung frische ich mein Englisch mit amerikanischen Nachrichtensendungen oder TEDx auf. Die kann man bei YouTube anschauen. Da werden die Vokabeln und der Satzaufbau nochmal gut vermittelt. Spielfilme auf Englisch machen aus meiner Sicht keinen Sinn, weil das Vokabular ein anderes ist. Man möchte ja einen komplexen Sachverhalt gut rüberbringen.

Ihr solltet ein marktfähiges Produkt haben und nicht erwarten, dass Ihr in den USA direkt Umsatz machen könnt
Wenn Ihr ein Geschäftsmodell habt, das sofort in den USA zündet, dann könnt Ihr Euch sofort bewerben, aber wenn Ihr – wie wir – ein Geschäftsmodell habt, das erst in Deutschland oder Europa entwickelt werden soll und das Ihr dann in die USA transportieren wollt, dann solltet Ihr es aufbauen und erst dann in die USA gehen, wenn es zuhause läuft. Ihr könnt nicht erwarten, dass Ihr den Umsatz, den Ihr in Deutschland nicht macht, in den USA macht.

Bewerbung
Für die Online-Bewerbung braucht Ihr einen englischsprachigen Business Plan und Ihr müsst etwa 20 Fragen beantworten. Der Business Plan gibt natürlich schon einen guten Eindruck, was Ihr in den USA plant. Danach wird ein Skype-Interview geführt. Erstmal will man damit Eure Sprachkenntnisse testen und zweitens will man gucken, ob Euer Team konkrete Ziele hat. Bei uns wurde ein Drittel der Bewerber zur Präsentation nach Frankfurt eingeladen und etwa die Hälfte davon wurde später in das Accelerator-Programm aufgenommen.

Zur Person
Thomas Landgraf hat an der Universität Kassel Elektrotechnik und Mathematik studiert und unterstützt als Mitglied im Unternehmer Rat der Universität Kassel junge Startups. Er ist Gründer und CEO der enercast GmbH. Das Unternehmen ist Prognosespezialist für erneuerbare Energien mit Sitz im Science Park Kassel.

Das Gespräch wurde aufgezeichnet von Gabriele Hennemuth.

Hier gehts zum Gründerblog.


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