Einen Prototypen bauen

Was muss mein Produkt/Prototyp bereits können, damit ich es validieren kann?

Um eine Validierung durchzuführen, muss nicht zwangsläufig ein ausgearbeitetes Endprodukt vorliegen. Im Gegenteil, gerade durch den Einsatz von Prototypen werden die Entwicklungskosten minimiert und es kommt frühzeitiger in die Validierungsphase. Es wird also eine gewisse Fehlertoleranz im Prozess provoziert und daraus wird gelernt.

Mit dem sog. Minimum Viable Product (MVP) werden die Mindestanforderungen, genauer gesagt das eigentliche Kernprodukt und dessen Nutzen, thematisiert. Von da aus wird nach Verfeinerungen, Add-Ons oder überraschenden Qualitäten gesucht. Bekannt ist hierbei das Prinzip des Rasiermessers von Wilhelm v. Occam: Etwas ist nicht dann vollständig, wenn nichts mehr hinzugefügt werden kann, sondern wenn nichts mehr weggenommen werden kann! Ein ästhetisch hochwertiges Prinzip, mit dem sich das Minimum Viable Product auch gut definieren lässt. Bevor also Träume nach Serienproduktion, Endprodukt oder ähnlichem aufkommen, gilt es die Essenz und das Minimum Viable Product zu finden, dafür Prototypen mit Ersatzmaterialien zu bauen - die oft auch nur Funktionsdummys sind - sowie iterativ zu validieren und zu lernen.

 

Dieser Beitrag entstand unter Mithilfe des Bereiches "Produktentwicklung & Innovationsmanagement"

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