Steuern abführen

Welche Arten von Steuern betreffen mich als Unternehmer? 

Je nach Rechtsform gilt es zwischen betrieblichen und privaten Steuern zu unterscheiden. Zu den betrieblichen Steuern zählen die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Die private Steuer lautet Einkommensteuer.

Was für Steuern zahlt mein Unternehmen auf den Gewinn? 

Die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer wird auf den jährlichen Betriebsgewinn erhoben. Beide Steuern, inkl. Solidaritätszuschlag, betragen aus Erfahrung zu Beginn der Gründung etwa 30 % (Gute Rechner für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer).

Die Steuererklärungen sind jährlich bei dem Finanzamt einzureichen. Der späteste Abgabetermin ist der 31.05. des Folgejahres. Werden Sie, durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater vertreten, verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31.12. des Folgejahres. In Hessen erfolgt sogar eine Verlängerung bis zum 28.02. des auf das Folgejahr lautenden Jahres.

In Höhe der Jahressteuer des Vorjahres erfolgt eine Festsetzung von laufenden Steuervorauszahlungen im laufenden Kalenderjahr.

Wie läuft das mit der Umsatzsteuer?

Zuerst muss eine USt-Nummer beantragt werden (Formular hier).

Bei der Umsatzsteuer sind laufende unterjährige Umsatzsteuer-Voranmeldungen auf Basis der laufenden Finanzbuchhaltung beim zuständigen Finanzamt einzureichen (Formulare für Kassel finden sich hier). Grundsätzlich sind Unternehmen verpflichtet vierteljährlich Umsatzsteuer- Voranmeldungen abzugeben. Im Einzelfall kann die Abgabeverpflichtung auch monatlich bestehen. Ausgenommen von der Erstellungspflicht sind die sogenannten Kleinunternehmer i.S.d. § 19 UStG. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist grundsätzlich zum 10. des Folgemonats bei monatlicher Abgabeverpflichtung bzw. 10. des Folgequartals bei vierteljährlicher Abgabeverpflichtung einzusenden. Es besteht die Möglichkeit der Dauerfristverlängerung (Formular findet sich wie oben hier), sodass sich die Abgabefrist um einen Monat verlängert.

Was kann ich durch den Dienstleister auslagern, was nicht?

Die Erstellungspflicht kann durch Steuerberater_innen, Rechtsanwälte_innen und Wirtschaftsprüfer_innen übernommen werden. Davon ausgenommen ist die Abführung der Steuer. Die oder der Bevollmächtigte übernimmt die laufende Erstellung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen, jedoch nicht die Abführung der Steuer für die Unternehmerin oder den Unternehmer.

Steuern entstehen grundsätzlich, wenn man wirtschaftlich am Markt tätig ist und Einnahmen erzielt werden. Auf der anderen Seite können Kosten bereits geltend gemacht werden, wenn diese angefallen sind. In beiden Fällen ist eine aktiv nach außen gerichtete Gründung nicht notwendig. Vielmehr richtet sich die Einstufung nach den Gründungshandlungen.

 

Dieser Beitrag entstand unter Mithilfe von Tobias Felsch, Köhler Steuerberatung

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