Mitarbeiter_innen einstellen

Was muss ich grundsätzlich tun, um jemanden einzustellen?

Im Vorfeld muss eine Betriebsnummer bei der Agentur für Arbeit angefordert werden (weitere Infos und das Formular findet sich hier) und das Unternehmen muss, sofern nicht schon geschehen, bei der zuständigen Berufsgenossenschaft angemeldet werden (Anmelde-Infos finden sich hier). Außerdem muss die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bei der gesetzlichen Krankenkasse angemeldet werden.

Beschäftigungen über 450€ sind sozialversicherungspflichtig, wenn sie nicht kurzfristig sind. Hier hat auch der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin Abzüge, durch Steuer- und Sozialversicherung. Eine Lohnabrechnung ist bei Beschäftigungsverhältnissen immer zu erstellen und dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin auszuhändigen (weiterführende Infos finden sich hier).

Gute Möglichkeiten, um eine Ausschreibung zu platzieren sind:

1. Das schwarze Brett der Uni Kassel

2. Bekannte Foren und Co. bei Universitäten und Lehrstühlen

Was muss bei geringfügig Beschäftigten und bei kurzfristig Beschäftigten beachtet werden?

Beschäftigungsverhältnisse sind bis mtl. 450 € geringfügig. Es muss eine Gehaltsabrechnung erstellt werden und Sozialbeiträge müssen an die Minijob-Zentrale der Knappschaft monatlich abgeführt werden. Zu den Lohnkosten kommen Sozialabgaben in Höhe von ca. 33 % des Lohns zzgl. geringfügige Beiträge an die Berufsgenossenschaft, die von der Arbeitgeberin bzw. vom Arbeitgeber zu zahlen sind.

Die Beiträge an die Berufsgenossenschaft können, jedoch erst nach Ende eines Kalenderjahres, ermittelt werden. Konkret erheben die Berufsgenossenschaften die Beiträge im Umlageverfahren der nachträglichen Bedarfsdeckung. Die Unternehmer_innen werden dabei jeweils zu Beginn eines Jahres für die im vergangenen Jahr entstandenen Kosten in Anspruch genommen, allerdings erheben die Berufsgenossenschaften zur Zwischenfinanzierung monatliche Beitragsvorschüsse (weiterführende Infos finden sich hier).

Bei Beziehern_innen von Arbeitslosengeld ist zu beachten, dass bei einem Verdienst von mehr als 165 € das Arbeitslosengeld gekürzt wird.

Daneben gibt es noch die Gruppe der kurzfristig beschäftigten Arbeitnehmer. Dieses Arbeitsverhältnis wird über die „Steuerkarte“ vom Arbeitnehmer versteuert. Da diese von vornherein auf 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage befristet ist, fällt hier keine monatliche Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen, sondern lediglich jährliche Beitragserhebung, durch die zuständige Berufsgenossenschaft, an. Gewisse Arbeitnehmergruppen sind von dieser Regelung aber ausgenommen, z.B. Arbeitslose. Eine Gehaltsabrechnung ist jedoch auch in diesen Fällen zu erstellen.

 

Dieser Beitrag entstand unter Mithilfe von Tobias Felsch, Köhler Steuerberatung

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